SPD Kreisverband Zollernalb

 

Kreisverband Zollernalb soll SPD-Modellregion werden

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SPD-Generalsekretärin Luisa Boos spricht bei der Kreismitgliederversammlung der SPD Zollernalb

Nach der Regierungsbildung auf Bundesebene, wird sich der SPD-Landesverband Baden-Württemberg wieder dem Erneuerungsprozess der Partei widmen, der bereits nach der Landtagswahl 2016 begonnen wurde. Vor dem Hintergrund enttäuschender Wahlergebnisse und der fehlenden Zustimmung für die eigene Politik, möchte sich die Landespartei personell, strukturell und organisatorisch neu aufstellen – ein Vorhaben, das auch den SPD-Kreisverband Zollernalb ganz konkret betreffen wird. Auf der Kreismitgliederversammlung des SPD-Kreisverbands Zollernalb kündigte die SPD-Landesgeneralsekretärin Luisa Boos an, dass die Genossen vor Ort hierbei eine ganz zentrale Rolle spielen werden: als eine von vier Modellregionen für den gesamten SPD-Landesverband Baden-Württemberg.

Mit großer Zufriedenheit blickte zuvor der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute auf die vergangenen Wochen und Monate zurück: „Die Umstände der Regierungsbildung in Berlin und die Ereignisse rund um das SPD-Mitgliedervotum haben auch bei uns im Zollernalbkreis Spuren hinterlassen“. So könne die Partei vor Ort auf ihre Diskussionskultur stolz sein: „Wir haben gezeigt wie innerparteiliche Demokratie funktioniert: in dem man miteinander um die besten Positionen ringt und seine Überzeugungen argumentativ einbringt“. Dies sei im eigenen Kreisverband bestens gelungen und darauf dürfe die Partei stolz sein.

Mit der Erneuerung der SPD stehe nun ein weiteres großes Vorhaben an, an dem sich jeder einzelne Genosse im Zollernalbkreis beteiligen müsse: „Wir dürfen nicht erwarten, dass unsere Parteiführung ein fertiges Papier auf den Tisch legt. Wir alle sind aufgerufen, eigene Vorschläge einzubringen und uns aktiv an der Erneuerung der Partei zu beteiligen“, so die Aufforderung des SPD-Kreisvorsitzenden. Nicht zuletzt die schwierige Regierungsbildung in Berlin habe gezeigt, dass die SPD nach wie vor dringend gebraucht werde: „Willy Brandt hat uns zu Recht aufgezeigt, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll. Diesem Gedanken müssen wir folgen, wenn wir das Vertrauen der Menschen zurückgewinnen wollen“, befand der SPD-Politiker.

Luisa Boos warb ebenfalls eindringlich für den Erneuerungsprozess der Landespartei. Die SPD müsse eine Politik der klaren Worte finden, „basierend auf einem Wertefundament, das für die Bürger erkennbar ist“. Der sogenannte Schulz-Hype Anfang des vergangenen Jahres habe gezeigt, dass sich viele Menschen eine neue, veränderte SPD wünschen; diesen Erwartungen müsse man Rechnung tragen, etwa durch einen Neustart der sozialen Sicherungssysteme. Kinderarmut in Deutschland sei eine Schande und zeige deutlich das Versagen der Politik: „Wir müssen neue Modelle der Absicherung finden und hierbei dürfe es keine Denkverbote geben“, so die SPD-Politikerin.

Die SPD habe intern große inhaltliche Fragen zu klären und viele Hausaufgaben zu erledigen: „Wir wollen uns als Partei gemeinsam dazu auf den Weg machen“, versprach die SPD-Generalsekretärin. Dass die Genossen im Zollernalbkreis hierbei eine wichtige Rolle einnehmen werden, geht aus der Tatsache hervor, dass der SPD-Kreisverband Zollernalb eine von vier Modellregionen im SPD-Landesverband werden soll. Mit wissenschaftlicher Begleitung möchte man in den kommenden Monaten vor Ort neue Organisationsstrukturen und Kommunikationswege ausloten. Ziel soll sein, die SPD im Zollernalbkreis, als kleineren Kreisverband im ländlichen Raum, so auszurichten, dass die politische Arbeit künftig effizienter und erfolgreicher umgesetzt werden kann. Von den Erkenntnissen sollen dann landesweit ähnlich strukturierte SPD-Kreisverbände profitieren. „Das ist eine großartige Chance für uns im Zollernalbkreis und eine Verpflichtung zugleich“, warb der SPD-Kreisvorsitzende für das Vorhaben.

 

Abgeordnete

Martin Rosemann MdB (Tübingen-Hechingen)

 

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