Landtagskandidatin Angela Godawa im Interview

Veröffentlicht am 18.01.2016 in Pressemitteilungen

Juso-Kreisvorsitzender Sanel Dacic hatte die Möglichkeit, mit der SPD-Landtagskandidatin Angela Godawa zu sprechen. Dabei sprach sie über ihren Antrieb, ihre Schwerpunkte und was sie gerne vor Ort umsetzen möchte.

Sanel Dacic: Liebe Angela, auf der Nominierungsveranstaltung haben sich die SPD-Mitglieder mehrheitlich für Dich ausgesprochen. Nun kandidierst Du im Wahlkreis 63 für den Landtag für die SPD. Was ist Dein Antrieb?

Angela Godawa: Ich bewerbe mich 2016 als Landtagskandidatin, weil ich meine langjährige kommunale Erfahrung auf baden-württembergischer Ebene einbringen möchte. Denn viele kommunale Entscheidungen haben ihren Ursprung auf der Landesebene. Hier ist die SPD für die politische Gestaltung unverzichtbar und muss Regierungspartei bleiben. Ich möchte konstruktiv mitarbeiten, mein Wissen im Landtag einbringen und die erfolgreiche Arbeit unseres bisherigen Abgeordneten Hans-Martin Haller fortsetzten.

Sanel Dacic: Als langjährige Gemeinde- und Kreisrätin setzt du dich bereits lange für praktische Veränderungen vor Ort ein und hast wie jeder Politiker bekanntlich Deine eigenen inhaltlichen Schwerpunkte. Welche sind Deine und wieso? Für was möchtest Du Dich bei einer erfolgreichen Kandidatur schwerpunktmäßig einsetzen?

Angela Godawa: Beste Ergebnisse erzielt man auch in der Politik in Teamarbeit. In den Fraktionen arbeiten wir arbeitsteilig und besprechen zu Beginn einer Legislaturperiode, wer welches Thema am besten aufbereiten kann - zur internen Meinungsbildung und auch als Ansprechpartner nach außen. Im Gemeinderat bin ich mit völlig anderen Themen beschäftigt als im Kreistag oder Regionalverband. So gesehen bearbeite ich von Bildung über Bebauungspläne bis zu Finanzen alles. Zudem bestimmen Zeitpunkte und Aktualität über die inhaltlichen Schwerpunkte in den Gremien und der Partei.

In letzter Zeit habe ich mich, neben der Gremienarbeit, vor allem mit Projekten mit und für Flüchtlingen beschäftigt. Im Schulförderverein der Sichelschule arbeiten wir zum Beispiel an der Integration der Kinder, die in Vorbereitungsklassen unterrichtet werden. Und als Mutter von vier Kindern und Oma von vier Enkeln sind mir frühkindliche Bildung und die Weiterentwicklung unseres Schulsystems sehr wichtig. Aber welche Themen ich im Landtag bearbeiten kann, sollte ich ein Mandat erringen, hängt auch von der Zusammensetzung der Fraktion ab. Ich bin immer offen für Neues und stelle mich gerne neuen Herausforderungen.

Sanel Dacic: Wie bereits deutlich wurde, bringst Du eine große politische Erfahrung mit ein. Was war bisher Dein größter politischer Erfolg?

Angela Godawa: Meine guten Stimmenergebnisse bei der Kommunalwahl 2014 waren für mich ein wirklich großer Erfolg. Stimmenkönigin der Fraktionen im Ortschaftsrat und Gemeinderat zu sein, ist schon etwas Besonderes für mich. Es zeigt mir, dass die Bürgerinnen und Bürger meine inhaltliche Arbeit honorieren.

Sanel Dacic: Die grün-rote Landesregierung hat in ihrer vergleichsweise kurzen Zeit so viel wie keine andere Landesregierung zuvor erreicht. Was ist aus Deiner Sicht der größte Erfolg in diesen 4 ½ Jahren gewesen?

Angela Godawa: Die grün-rote Landesregierung hat insgesamt hervorragende Arbeit geleistet. Herausheben möchte ich die solide Haushaltspolitik als wichtige Basis für alle anderen Vorhaben (vier Mal die schwarze Null), die Umsetzung von Bildungsgerechtigkeit (dabei besonders die Gemeinschaftsschule) und die Beförderung von Guter Arbeit durch das Tariftreuegesetz. Das zeigt, was die SPD in Regierungsverantwortung alles bewirken kann. So wollen wir nach der Wahl weitermachen.

Sanel Dacic: Was wird uns bei einer Fortsetzung der aktuellen Landesregierung erwarten?

Angela Godawa: Auf dem Landesparteitag Ende Januar werden wir die künftigen Regierungsziele beschließen. Besonders wichtig ist mir dabei die finanzielle Entlastung von Familien. Dazu will die SPD in Baden-Württemberg schrittweise die Beitragsfreiheit für Kindergärten und Kitas einführen, ein langjähriges Ziel der SPD. Denn hier geht es um die wichtige frühkindliche Bildung, nicht nur um qualitätsvolle Betreuung.

Sanel Dacic: Meine letzten Fragen: Wie sehen Deine kommenden Wochen aus? Was möchtest Du den Bürgern mit auf dem Weg geben?

Angela Godawa: Unser Wahlkreis muss im Landtag stark vertreten bleiben, damit wir die Zukunft für unser Land mitgestalten können. Das müssen wir den Bürgerinnen und Bürgern erklären. Dazu müssen wir mit ihnen persönlich sprechen - in Veranstaltungen, Haustürbesuchen und bei Infoständen. Das ist mir als Kandidatin wichtig und hier bin ich gefordert. Vor allem möchte ich transportieren, dass Populismus und rechte Parolen keine „Alternative für Deutschland“ sind, sondern Hass und Ängste schüren und damit unsere Demokratie gefährden. An Glaubwürdigkeit gewinnen wir allerdings, wenn alle Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten diese und alle anderen Botschaften der SPD in unseren Wahlkreis tragen.

Am besten gestalten wir Zukunft gemeinsam in Regierungsverantwortung. Dafür werde ich zusammen mit meinem Zweitkandidaten Hendrik Dahlhoff, den Jusos und den Genossinnen und Genossen in den nächsten Wochen arbeiten.

Sanel Dacic: Ich wünsche Dir für den Wahlkampf viel Erfolg.

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