SPD Kreisverband Zollernalb

 

Offenbarungseid bei der Unterrichtsversorgung

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SPD Zollernalb kritisiert späteren Beginn des Fremdsprachenunterrichts

Die Absicht von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), durch einen späteren Beginn des Fremdsprachenunterrichts an den Grundschulen rechnerisch bis zu 630 Lehrerdeputate einzusparen, ist bei der SPD im Zollernalbkreis auf scharfe Kritik gestoßen. „Dieses Vorhaben betrifft ganz konkret auch unsere Grundschulen im Zollernalbkreis“, so der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute. Zudem fürchten die Genossinnen und Genossen in der Region, dass mit weiteren Umschichtungen zu rechnen sei, die gleichfalls Auswirkungen auf die Unterrichtsqualität vor Ort haben könnten.

Die Kultusministerin handle nach Ansicht des SPD-Kreisvorsitzenden unbedacht und fahrlässig, weil sie nach der Streichung von 1074 Stellen merke, „dass ihr bei der Unterrichtsversorgung das Wasser bis zum Halse steht“. Eisenmann leiste hiermit einen Offenbarungseid: anstatt die Grundschulen mit zusätzlichen Ressourcen zu stärken, entziehe sie dem Fremdsprachenunterricht Deputate, um diese für sogenannte Poolstunden umzuschichten, mit denen Schulen eigene Schwerpunkte setzen können. Hierfür seien nach Ansicht der SPD jedoch zusätzliche Lehrerstellen nötig und nicht stattdessen das Prinzip „Linke Tasche, Rechte Tasche“ anzuwenden. Im Februar erst hatte die grün-schwarze Landesregierung die Streichung von 1074 Lehrerstellen mit Verabschiedung des Haushalts 2017 besiegelt. Nach Auffassung der SPD im Zollernalbkreis werden die fatalen Folgen dieser Entscheidung für alle offenkundig: „Nun zeichne sich immer mehr ab, dass dieses Spardiktat in einem bildungspolitischen Fiasko enden werde, das auch unsere Schulen im Zollernalbkreis betreffen wird“, befürchtet Maute.

Gute Bildung für die Schüler und gute Arbeitsbedingungen für die Lehrer brauche nach Ansicht der Genossen vor Ort eine bessere finanzielle Ausstattung, als sie die grün-schwarze Landesregierung gegenwärtig vornimmt und langfristig plane. Erst jüngst hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Zollernalbkreis gleichfalls das Problem des Lehrkräftemangels und des damit verbundenen Unterrichtsausfalls thematisiert. „Wie passt es zusammen, dass die Landesregierung regelmäßig über die Verbesserung der Qualität von Bildung spricht und gleichzeitig die finanziellen Rahmenbedingungen verschlechtert“ hinterfragt auch die Juso-Kreisvorsitzende Lara Herter dieses Vorgehen. Dass der Kultusetat der Landesregierung zur Konsolidierung des Haushalts beitragen müsse, „ist ein untragbarer Zustand und das völlig falsche Signal an die Jugend unseres Landes.“, so Herter.

 

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