SPD Zollernalb sammelt weiter Unterschriften

Veröffentlicht am 24.10.2024 in Aktuelles

Im Schulterschluss: Genossinnen und Genossen wehren sich gegen Schließung der Albstädter Notfallpraxis

Jetzt erst recht: Die SPD Zollernalb kämpft weiter für die Albstädter Notfallpraxis. Diese steht seit dieser Woche offiziell auf der Streichliste der Kassenärztlichen Vereinigung. Im Zollernalbkreis sammeln die Genossinnen und Genossen seit Tagen Unterschriften – mit breiter Unterstützung aus der Bevölkerung. Außerdem hat der SPD-Kreisverband eine Online-Petition gestartet. Diese verzeichnete innerhalb von kurzer Zeit mehr als 2500 Unterschriften. 
 

Zollernalbkreis. „Wir sind sehr dankbar für den Schulterschluss mit den Bürgerinnen und Bürgern“, betont die SPD-Kreisvorsitzende Katja Weiger-Schick. Die enge Kooperation von SPD-Kreisverband, dem Stadtverband Albstadt, dem OV Meßstetten und dem OV Balingen sei konsequent und naheliegend: Schließlich sei von der Schließung die gesamte Raumschaft betroffen. „Gesundheitsvorsorge geht jeden etwas an. Daher ist es nicht nur für Albstadt ein herber Verlust, sondern auch für Burladingen, Meßstetten und Balingen“, darin ist sich die Spitze der SPD Albstadt einig – namentlich Vorsitzender Nils Maute sowie die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Carmen Soudani und Marianne Roth. Peter Johannes Weiger, der Meßstetter OV-Vorsitzende, hebt die Bedeutung der Notfallpraxen für alle Generationen hervor – gerade im ländlichen Raum.

Die Genossinnen und Genossen haben die Erfahrung gemacht, dass das Thema die Menschen umtreibt, wie Katja Weiger-Schick unterstreicht: „Uns erreichen viele Nachrichten von Bürgerinnen und Bürgern aus dem gesamten Landkreis. Die Menschen auf der Zollernalb sorgen sich sehr um ihre Gesundheitsversorgung.“ Das beginne mit der geplanten Schließung der Notfallpraxis und setze sich fort bei der Versorgung durch Kinderärzte in der Region. „Zu dieser Thematik sind wir ebenfalls mit Parteimitgliedern und der Bevölkerung im Dialog“, so die Kreisvorsitzende. Florian Wahl, der gesundheitspolitische Sprecher der SPD im Landtag, wird in Kürze den Zollernalbkreis besuchen, um sich vor Ort ein Bild zu machen und Gespräche zu führen.

Im Abgeordnetenbüro des Bundestagsabgeordneten Robin Mesarosch (Ebertstraße 9 in Balingen) und in den Büroräumen der SPD Zollernalb (Marktplatz 19 in Nusplingen) können ebenfalls Unterschriften gegen die Schließung der Notfallpraxis abgegeben werden. Alle Unterschriften werden gesammelt an Minister Lucha und die Kassenärztliche Vereinigung übergeben. Ein stattlicher Teil davon stammt aus dem Zollernalbkreis. 

Zahlreiche Genossinnen und Genossen nahmen außerdem am Montag an der großen Kundgebung an den Räumen der Kassenärztlichen Vereinigung teil. Wie auch der hiesige Bundestagsabgeordnete Robin Mesarosch, der seinen Eindruck von der Demo so beschreibt: „Dass hunderte Leute aus den 18 betroffenen Städten für unsere Gesundheitsversorgung gekämpft haben, macht mich wirklich stolz.“ Wütend macht Mesarosch jedoch eines: „Dass die Kassenärztliche Vereinigung ihren Beschluss verkündete, während wir noch demonstrierten.“ Umso wichtiger sei es, dass sich alle weiterhin für die Versorgung vor Ort einsetzen. Unterstützung kommt zudem von der Balinger SPD um deren Vorsitzenden Joke Herth und aus Tübingen von der Landtagsabgeordneten Dr. Dorothea Kliche-Behnke. „Wir wenden uns gegen den Kahlschlag der ambulanten Versorgung“, so Kliche-Behnke, „ich fordere Gesundheitsminister Lucha auf, sich endlich hinter die Patientinnen und Patienten zu stellen und alles zu tun, um die Kürzungspläne zu stoppen. Ich werde ihn damit konfrontieren.“ SPD- Landesvorsitzender Andreas Stoch kommentierte, es sei ein Skandal, dass die betreffenden Kommunen, die Rettungsdienste, die Krankenhäuser und die gesetzlichen Kassen bisher nicht angehört worden seien.

Auf der Zollernalb appelliert die SPD weiter an Manne Lucha als zuständigen Minister, die Einhaltung des Sicherstellungsauftrags bei der KV einzufordern. „Wir hoffen sehr, dass dieses Konzept überdacht wird“, so Katja Weiger-Schick, „deshalb sammeln wir weiter Unterschriften.“

Info:
Leere Listenvordrucke gibt es unter der Email-Adresse spd.zak@icloud.com. Die Online-Petition der SPD Zollernalb gegen die Schließung der Albstädter Notfallpraxis ist hier zu finden:

https://www.change.org/p/unsere-notfallpraxis-in-albstadt-muss-geöffnet-bleiben?recruiter=1258551685&recruited_by_id=90c65050-ac36-11ec-97e5-ddf5bbe33ef8&utm_source=share_petition&utm_campaign=petition_dashboard_share_modal&utm_medium=copylink
 

Foto: Kai Schmidtke