Diskussion der Jusos Haigerloch / Hechingen mit MdB Herta Däubler-Gmelin

Veröffentlicht am 11.03.2009 in Pressemitteilungen

Philipp Sailer (1. Vorsitzender Jusos Haigerloch/Hechingen), Jonas Jungbauer (2. Vorsitzender) und Herta Däubler-Gmelin

Israel, Palästina, Gaza – immer neue Kriege?
lautete das Thema, zu dem Herta Däubler-Gmelin am Donnerstagabend im Schützenhaus Hechingen einen Vortrag hielt.

Am Donnerstagabend um 19 Uhr kam die Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe Professor Doktor Herta Däubler-Gmelin auf Einladung der Jusos Hechingen/Haigerloch nach Hechingen um einen Vortrag über die aktuelle Situation im Nahen Osten zu halten. Informativ, kritisch und differenziert sind drei Worte mit denen der Vortrag gut zu charakterisieren ist. Es wurden sehr viele Facetten angesprochen und mit zahlreichen Anekdoten und kleinen Geschichten durch die Referentin veranschaulicht. So kamen sowohl der geschichtliche Hintergrund als auch der Verlauf der Kriege zur Sprache. Das besondere Interesse der knapp 30 Zuhörer galt jedoch der Rolle Deutschlands und der Europäische Union bzw. der internationalen Staatengemeinschaft in diesem Konflikt und der Ausgestaltung von möglichen Lösungswegen. Klar wurde aber auch, wie unglaublich kompliziert und schwierig die dortige Lage ist. Die Heterogenität der beteiligten Gruppen wurde immer wieder betont: In dem Vortrag wurde klar, dass es weder „Die Israelis“ noch „Die Palästinenser“ gibt. Beide Parteien seien durch unterschiedliche Strömungen geprägt, die teilweise gegensätzliche Ziele verfolgten. Der große Verlierer des Konflikts sei die einfache Bevölkerung. Nach dem informativen Vortrag konnten offen gebliebene Fragen gestellt und diskutiert werden.
Nach dem eigentlichen Thema des Nahost-Konflikts führten die Anwesenden aufgrund des allgemeinen Interesses eine angeregte Diskussion über den Amoklauf von Winnenden. Es ging hauptsächlich um die Frage, was einen jungen Mann zu solch einer grausamen Tat treibt. Es wurden aber auch mögliche Konsequenzen wie zum Beispiel das Verbot von „Killerspielen“ oder die Verschärfung des Waffenrechts diskutiert. Rundum war es ein sehr informativer Abend mit angeregten Diskussionen über aktuelle und wichtige Themen.

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