Die Jusos Zollernalb sprechen sich in der Sitzung vom 19. März gegen das geplante Verkaufsverbot aus und fordern stattdessen, dass die bisherigen Gesetze besser umgesetzt werden und die Eltern wieder mehr Verantwortung übernehmen.
Die Jusos Zollernalb sprechen sich in der Sitzung vom 19. März gegen das geplante Verkaufsverbot aus und fordern stattdessen, dass die bisherigen Gesetze besser umgesetzt werden und die Eltern wieder mehr Verantwortung übernehmen.
In ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag beschäftigten sich die Jusos Zollernalb mit dem geplanten Verkaufsverbot von Alkohol an Tankstellen von 22 bis 5 Uhr. Relativ schnell war klar, dass sie sich gegen dieses Gesetzvorhaben aussprechen. Denn schließlich, beginne der Alkoholmissbrauch nicht erst um 22 Uhr. Wer sich betrinken wolle, schaffe das auch. "Die Jugendlichen können den Alkohol auch vor 22 Uhr kaufen. Außerdem frage ich mich, wenn es in Ordnung ist, dass sie um 21.59 Uhr Alkohol kaufen, warum ist es dann um 22 Uhr nicht mehr ok? Was macht das für einen Unterschied", gab der stellvertretender Kreisvorsitzender Manuel Schmoll zu bedenken. Eine Alkoholsteuer wäre geeigneter als ein Verbot, da ein höherer Preis Jugendliche eher abschrecke. Was aber den Alkohol für alle teurer mache.
"Das Verkaufsverbot von Alkohol an Tankstellen von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr verhindert nicht, dass sich Jugendliche betrinken, wer sich betrinken möchte kauft seinen Alkohol vor 22 Uhr" meint Bernd Majer, Juso Kreisvorsitzender. "Was die Baden-Württembergische Landesregierung hier betreibt ist reine Symbolpolitik. Die Gesetze, die heute schon bestehen müssen besser umgesetzt werden, vor allem Alterskontrollen müssen von den Verkäufern ernster genommen werden", fügt Majer hinzu. Das eigentliche Problem, dass die Jugendlichen immer früher zu hartem Alkohol greifen, werde nicht angegangen. Zudem könne der Staat den Eltern die Erziehung nicht durch Gesetzte abnehmen. In der Diskussion kam außerdem zur Sprache, dass auch Aufklärungskampagnen meist ihr Ziel verfehlten. Ähnlich wie auf den Zigarettenpackungen sollten Warnhinweise auf den Alkoholflaschen angebracht werden. "Das hält keinen Jugendlichen vom Trinken ab", sind sich die Jusos einig. Die Jugendlichen müssten einfach lernen, mit dem Alkohol umzugehen. Das schaffe man weder mit der Verteufelung noch mit der Bagatellisierung des Alkohols, sondern eher mit härteren Kontrollen und Strafen für die Volljährigen, die Alkohol an Jugendliche weitergeben. Die einzigen Vorteile eines solchen Gesetzes konnten die zehn Jungsozialisten in der Eindämmung der Ruhestörungen im Umkreis von Tankstellen und der Vermeidung von spontanen „Saufgelagen“ entdecken.
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