Bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung in Balingen sind die jungen
Sozialdemokraten nach einer anregenden Diskussion zu dem Schluss gekommen, dass ein Verbot der so genannten „Killerspiele“ nichts bringe.
Zum Einstieg hielt Bernd Majer, Vorsitzender der Juso AG Balingen, ein Referat, über die Geschichte und Hintergründe der Amokläufe und den sogenannten Killerspielen. „Mit einem Killerspiel-Verbot verhindert man keinen Amoklauf“, so der Vorsitzende der Jusos Zollernalb, Julian Scharpf.
Die Ursachen dafür, dass junge Menschen so etwas tun würden seien Ausgegrenztheit, Perspektivlosigkeit und emotionale Verwahrlosung. Um dem entgegenzutreten seien die Schulen und vor allem die Familien in der Verantwortung.
Dabei helfe auch Jugendarbeit, z.B. in Sportvereinen, um Ausgegrenztheit vorzubeugen.
Es könne nicht sein, dass man immerzu nach dem Staat rufe, der etwas verbieten soll. Vielmehr seien die Eltern und Verwandten in der Pflicht, den Medienkonsum von Kindern zu überprüfen.
In den Schulen sei es zum einen notwendig jungen Menschen andere Möglichkeiten aufzuzeigen, mit Frustration und Aggression umzugehen, zum anderen im Umgang mit Medienkonsum geübt zu sein.
Juso- Chef Scharpf: „Wer sich in seiner Schule aufgehoben fühlt und zudem eine sinnvolle Beschäftigung in seiner Freizeit hat, der geht nicht Amoklaufen!“