Jusos Zollernalb skeptisch gegenüber Türkei-Beitritt

Veröffentlicht am 17.11.2006 in Pressemitteilungen

Bezüglich des möglichen EU-Beitritts der Türkei waren die jungen Sozialdemokraten im Zollernalb-Kreis bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung in Balingen einhellig der Meinung, dass dieser eine Überforderung der Europäischen Union darstellen würde.

Die EU befinde sich seit der gescheiterten Verfassungsgebung und den außenpolitischen Disharmonien beim Irak-Krieg in der Krise. Juso-Kreisvorsitzender Julian Scharpf: “Bevor es noch eine Erweiterung gibt, müssen die Beziehungen der jetzigen Mitgliedsländer vertieft werden und endlich auch einmal die Bürger der EU in diesen Integrationsprozess mitgenommen werden!”

Es könne nicht sein, dass die EU ein Land aufnehme, in dem es Christen von staatlicher Seite erschwert werde, ihre Religion auszuüben: Oft sei es unmöglich, Geistliche auszubilden und Kirchen zu bauen. Auch andere Minderheiten wie Aleviten und Kurden würden immer noch unterdrückt.

Bezüglich der Menschenrechtssituation könne man den Fortschrittsbericht des Erweiterungs-Kommissars Olli Rehn wohl eher “Stagnationsbericht” nennen, so langsam sei das Reformtempo in der Türkei.

Dazu Kreisvorsitzender Scharpf: “Wenn die Türkei sich jetzt nicht grundlegend verändert und damit deutlich macht, dass sie in die EU möchte, wann dann?”

Homepage Jusos Zollernalb