Ortsverein
Mit einigen neuen und auch neu bestätigten Vorstandsmitglieder startet der SPD Ortsverein Bisingen ins neue Vereinsjahr. Zunächst aber blickte die Vorsitzende Gisela Birr bei der Hauptversammlung im Grünen Baum in Zimmern auf das vergangene Jahr zurück. Der Bisinger Ortsverein konnte zu Beginn des Jahres wieder ein neues Mitglied begrüßen. Natürlich wurden auch die Höhepunkte wie der Besuch der Vizepräsidentin Evelyne Gebhardt im letzten September und vor allem der politische Aschermittwoch mit Martin Schulz im März dieses Jahres in der Hohenzollernhalle hervorgehoben. Aber auch die Veranstaltung zum Ideensammeln für‘s Mauteareal , die schon im Juni letzten Jahres großes Interesse in der Bevölkerung zeigte oder im Oktober , wo schon die Kommunalwahl in den Blick genommen wurde, der Ortsverein hatte ein vielfältiges Programm über das ganze Jahr und bot politisch Intessierten jede Menge Informationen.
18 Gemeinderäte werden am 26. Mai gewählt und 18 Kandidatinnen und Kandidaten sind auf der Bisinger SPD Liste. Insgesamt ist dies eine starke Liste und ein hervorragendes Angebot für Bisingen, freut sich die OV Vorsitzende Gisela Birr bei der Nominierung am 21. März im Gasthaus Grüner Baum in Zimmern. Auch mit dem Frauenanteil, 7 Frauen stehen auf der Liste, zeigte sie sich zufrieden. Alle Kandidierenden zeichnen sich durch ihr Wissen und ihren Erfahrungen in verschiedensten Lebensbereichen aus und sind ausnahmslos eine Bereicherung für die Liste der SPD.
„Evangelische Pfarrer in der SPD ist keine Seltenheit „ so Klaus Fütterer gleich zu Beginn seiner Ausführungen vor über 30 Besuchern beim SPD OV Bisingen im Gasthaus Grüner Baum in Zimmern am vergangenen Donnerstag. Er selbst ist evang. Pfarrer und war lange Jahre Studienleiter an der evang. Akademie in Bad Boll. Klaus Fütterer ist aber auch Sozialdemokrat und wollte selber Dinge in Bewegung bringen, deshalb gründete mit einigen Gleichgesinnten, mit und ohne Parteibuch, die Projektgruppe - Soziale Gerechtigkeit. Zwei Probleme sind vordringlich. Bezahlbarer Wohnraum und bessere Absicherung bei Arbeitslosigkeit. Für beide Themen hat die Projektgruppe Lösungsvorschläge erarbeitet, die an die Parteiführung weitergeleitet wurden. „Der Markt wird das Wohnungsproblem nicht lösen“, so der Referent. Stattdessen müssen - wie nach dem Krieg - die gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften wieder aktiviert werden und zwar auf kommunaler Ebene. Daneben müsse der Erwerb von Wohneigentum für normale Bürger ermöglicht werden, z.B durch kommunale Grundstückspreis-Gestaltung und Bürgschaften für das Eigenkapital. „Wohneigentum oder eine unkündbare Mietwohnung sind ein Stück soziale Sicherheit vor allem auch im Alter“. Genau diese Soziale Sicherheit ist wichtig, die Angst vor Altersarmut ist da, das Gefühl fehlender Wertschätzung festigt sich. Es gibt keine Identifikation mehr mit dem Staat, der Staat hat uns vergessen, beschrieb Fütterer die Gefühlslage vieler Menschen.
Angesichts des globalisierten Arbeitsmarktes und der Digitalisierung machten sich manche Zukunftssorgen wegen der Sicherheit ihres Arbeitsplatzes. Hartz IV sei keine Lösung bei Arbeitslosigkeit, das habe die SPD erkannt. Die Arbeitslosenversicherung müsse wieder ihrem Namen gerecht werden und eine am bisherigen Verdienst orientierte dauerhafte Sicherheit bieten.
Wichtig sei es der SPD aber auch, die Auswüchse der Finanzwirtschaft zu beschneiden. Hier sei dringend die Finanztransaktionssteuer auf den Weg zu bringen. Die Vorsitzende Gisela Birr beendete die lebhafte Diskussion mit der Einladung bei der politischen Willensbildung an der Basis mitzuwirken.