Auf Einladung des Reutlinger Landtagsabgeordneten Ramazan Selcuk (SPD) besuchten Genossen aus dem Zollernalbkreis den Landtag in Stuttgart. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch ließ es sich nicht nehmen, die Gäste aus dem Zollernalbkreis persönlich zu begrüßen.
Der SPD-Kreisverband Zollernalb zeigt sich unzufrieden mit den Beschlüssen des Klimapakets der Bundesregierung. „Das sind Kompromisse, die aus Sicht vieler unserer Genossen unzureichend erscheinen. Mit diesen Maßnahmen werden wir die globale Erwärmung nicht aufhalten können“, kritisiert der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute das Klimapaket. Auch wenn die getroffenen Absprachen weitreichender seien, als alles, was in den letzten Jahren beim Klimaschutz politisch auf den Weg gebracht wurde „und weit mehr als die Grünen bei den Jamaika-Verhandlungen durchgesetzt haben“, reichen sie aus Sicht des SPD-Politikers nicht aus, „die Menschheitsaufgabe Klimaschutz erfolgreich zu meistern“. Dennoch wirbt Maute für eine faire und differenzierte Bewertung: „Wir stehen erst am Anfang unserer Bemühungen und brauchen langfristig tragbare Konzepte, die keinen überfordern“. Nachverhandlungen seien dennoch dringend geboten.
Im Rahmen seiner letzten Kreisvorstandssitzung vor der Sommerpause, hat sich der SPD-Kreisverband Zollernalb mit dem zurückliegenden SPD-Landesparteitag in Pforzheim beschäftigt. Unter dem Motto „BildungsMUT – Zukunft braucht Ideen, Fortschritt und unseren Mut“ wurde dort vor wenigen Wochen unter anderem die generelle Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 beim Gymnasium beschlossen. Ebenso verabredete die Landespartei, die frühkindliche Bildung besser auszustatten, die Grundschule zu stärken und die Ganztagsschule auszuweiten. „Diese Vorhaben in der Bildungspolitik begrüßen wir vor Ort ausdrücklich“, so der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute, der gemeinsam mit der Juso-Kreisvorsitzenden Lara Herter als Delegierter am Parteitag teilnahm.
Der Bisinger SPD Ortsverein bietet nicht nur politische Informationen und Diskussionen , er pflegt auch die Geselligkeit. 21 Personen waren beim Ausflug in das Freilichtmuseum Neuhausen o.E. dabei. Dort erwartete den Ortsverein schon der Hausierer, der die Besucher mit einer musikalischen Darbietung begrüßte und sie sogleich mit einem Ruf nach der Bäuerin auf dem alten Hof, um einige Jahrzehnte zurück versetzte. Mit lustigen Anekdoten, ernsten Geschichten und musikalischen Einlagen führte er durch das Museumsdorf. Vor allem die Kinder waren beeindruckt wie hart und einfach das Leben eines Hausierers und auch der Bauernleute damals war und blieben gleich bei einem, erst drei Tage alten Zicklein hängen. Ein Hausierer , hier war es ein Bürstenbinder, hatte viele Funktionen. Er brachte nicht nur Ware, er war auch Briefbote und brachte vor allem neueste Nachrichten aus der näheren und ferneren Umgebung. Er zeigte den Besuchern sogenannte Zinken an den Hauswänden oder Zaunpfählen. Diese Zeichen waren Informationen unter den Hausierern, ob in dem Haus fromme oder geizige Leute wohnten, ob überhaupt ein Geschäft zu machen war oder eher nicht. Die Besucher erfuhren viel Erstaunliches und woher so manche Redewendung kam. Es war eine Reise durch die alte, aber nicht immer gute Zeit, was einige Besucher noch aus eigener Erfahrung bestätigen konnten. Anschließend war im Museumsgasthaus Ochsen für den SPD OV Bisingen reserviert und danach konnte jeder nochmals auf eigene Faust das Dorf erkunden.