Die SPD Zollernalb hat ihre AG 60plus politisch wiederbelebt und durch eine Neugründung ins politische Leben zurückgeholt. Künftig sollen sich in der selbstständigen Arbeitsgemeinschaft ältere Genossinnen und Genossen mit für sie relevanten Themen inhaltlich beschäftigen und politisch auseinandersetzen. Wer an „Politik von Alten für Alte“ denkt, der irrt sich gewaltig: bei einer Vielzahl an Themen, mit denen sich künftig die Ü60-Genossen im Zollernalbkreis beschäftigen wollen, geht es um Themen, die alle Generationen und Bevölkerungsgruppen beschäftigen. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen – auch ohne SPD-Parteibuch.
Es war eine Gradwanderung, die ihr am Ende gelang: Trotz der aktuellen Personaldiskussionen innerhalb der Landes-SPD hinterließ die designierte SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier bei ihrem Besuch in Balingen einen guten Eindruck bei den Genossinnen und Genossen und konnte von sich, als auch ihren politischen Vorstellungen, letztlich überzeugen. Mit Interesse verfolgten die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Ausführungen Breymaiers, die wie gewohnt klare Kante gab und Klartext sprach. Die Politik der SPD müsse sich künftig wieder stärker an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientieren und für mehr soziale Gerechtigkeit einstehen. Diesen Herausforderungen wolle sie sich stellen – an der Spitze der Landes-SPD. Die Unterstützung der Genossinnen und Genossen aus den Zollernalbkreis habe sie, so die Botschaft des SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute, der sich auf eine gute und enge Zusammenarbeit mit ihr freue. „Sie ist die richtige Kandidatin zur richtigen Zeit“, so der SPD-Politiker.
Als vollen Erfolg bewerten Klaus Fütterer von der parteieigenen Projektgruppe „Soziale Gerechtigkeit“ und der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute das Antwortschreiben von Sigmar Gabriel, dem SPD-Bundesvorsitzenden aus Berlin, das dieser Tage bei der SPD Zollernalb eingegangen ist. Darin bedankt sich Gabriel für die Stellungnahmen und Anregungen zur Wohnungspolitik – besonders zu den Fragen vom Erwerb von Wohneigentum für untere und mittlere Einkommensschichten. Das klare Versprechen aus dem Willy-Brandt-Haus an die Genossen vor Ort: die SPD „werde künftig Ideen zum Erwerb von Wohneigentum entwickeln“. Ein guter Anfang, befinden Maute und Fütterer und hoffen, dass den Zusagen Gabriels Taten folgen werden. Kritik erntet dagegen die neue Wohnimmobilienkreditrichtlinie der Europäischen Union.
Auch für die nächsten zwei Jahre wird Alexander Maute dem SPD-Kreisverband Zollernalb vorstehen. Auf der Kreismitgliederversammlung im Brauhaus in Ebingen entfielen auf den 40jährigen Stadtrat aus Balingen mit 57 der 71 abgegebenen Stimmen rund 80% Zustimmung. Ihm als Stellvertreter stellten die Genossinnen und Genossen aus dem Zollernalbkreis den 29jährigen Bernd Majer aus Balingen. Mit der Wahl der 21jährigen Albstädter Stadträtin Lara Herter und des 33jährigen Haigerlocher Stadtrats Manuel Schmoll wurde die Riege der Stellvertreterinnen komplettiert.
Abschied nehmen und willkommen heißen war am 14. Juli 2016 beim SPD-Kreisverband Zollernalb im Hechinger Museum angesagt. Der Eine, Klaus Käppeler, verabschiedete sich bei seinen Genossen als Landtagsabgeordneter, nachdem ihm bei der Landtagswahl am 13. März der Wiedereinzug in den Landtag nicht gelungen war. Der Andere, Andreas Stoch, stellte sich als neuer Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion vor. Es wurde ein Abend voller Wehmut und Freude zugleich.