Lässt sich soziale Gerechtigkeit durch eine gerechte Steuerpolitik herstellen? Diese Frage beschäftigt die Genossinnen und Genossen im Zollernalbkreis seit längerem. Antwort darauf sollte der SPD-Finanz- und Steuerexperte Lothar Bindung MdB geben, der auf Einladung der SPD-Projektgruppe „Soziale Gerechtigkeit“ den Weg ins Brauhaus Zollernalb nach Albstadt-Ebingen fand, um über den Zusammenhang von Steuern und Gerechtigkeit zu sprechen. Seine für viele überraschende Ansicht lautete: „Steuern haben nicht die Aufgabe, Gerechtigkeit herzustellen“. Und doch solle der Staat den Anspruch erheben, Steuern sozial gerecht und ausgewogen zu erheben.
Die SPD Zollernalb hat ihre AG 60plus politisch wiederbelebt und durch eine Neugründung ins politische Leben zurückgeholt. Künftig sollen sich in der selbstständigen Arbeitsgemeinschaft ältere Genossinnen und Genossen mit für sie relevanten Themen inhaltlich beschäftigen und politisch auseinandersetzen. Wer an „Politik von Alten für Alte“ denkt, der irrt sich gewaltig: bei einer Vielzahl an Themen, mit denen sich künftig die Ü60-Genossen im Zollernalbkreis beschäftigen wollen, geht es um Themen, die alle Generationen und Bevölkerungsgruppen beschäftigen. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen – auch ohne SPD-Parteibuch.
Es war eine Gradwanderung, die ihr am Ende gelang: Trotz der aktuellen Personaldiskussionen innerhalb der Landes-SPD hinterließ die designierte SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier bei ihrem Besuch in Balingen einen guten Eindruck bei den Genossinnen und Genossen und konnte von sich, als auch ihren politischen Vorstellungen, letztlich überzeugen. Mit Interesse verfolgten die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Ausführungen Breymaiers, die wie gewohnt klare Kante gab und Klartext sprach. Die Politik der SPD müsse sich künftig wieder stärker an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientieren und für mehr soziale Gerechtigkeit einstehen. Diesen Herausforderungen wolle sie sich stellen – an der Spitze der Landes-SPD. Die Unterstützung der Genossinnen und Genossen aus den Zollernalbkreis habe sie, so die Botschaft des SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute, der sich auf eine gute und enge Zusammenarbeit mit ihr freue. „Sie ist die richtige Kandidatin zur richtigen Zeit“, so der SPD-Politiker.